Erst lesen, dann kaufen
Mindesthaltbarkeitsdatum, Zutatenliste und Nährwertinfos - ein Blick auf die Verpackung lohnt sich immer. Was sich genau hinter den einzelnen Angaben verbirgt, erfahren Sie beim Klick auf die abgebildete Packung.
Natürlich müssen auch unverpackte Waren gekennzeichnet werden, allerdings ohne Zutatenangabe. Wollen Sie genau wissen, was in einem unverpackten Lebensmittel drin ist, sollten Sie sich ans Verkaufspersonal wenden.
Übrigens, die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert die Lebensmittel. Stellen Sie trotz dieser Kontrolle falsche Angaben, Produktfehler oder Mängel fest, können Sie Ihr Beschwerderecht nutzen! Wenden Sie sich an den Händler oder den Hersteller. Auch die Lebensmittelüberwachung und die Verbraucherzentrale helfen Ihnen gerne weiter.
Die Verkehrsbezeichnung
Die Verkehrsbezeichnung ist der Name des Lebensmittels - sie muss verraten, was in der Packung steckt. In Kombination mit einer erklärenden Beschreibung dürfen auch appetitliche Phantasienamen verwendet werden.
Die Mengenangabe
Mengenangaben müssen in Milliliter, Liter, Gramm oder Kilogramm gemacht werden. Bei konzentrierten Produkten wie Trockensuppen kann die Angabe über die Ergiebigkeit in Liter (zusätzlich auch in Tellern oder Portionen) erfolgen. Wird ein Produkt in einer Aufgussflüssigkeit angeboten (beispielsweise Essiggurken), ist zusätzlich die Nettofüllmenge ohne Flüssigkeit anzugeben.
Die Zubereitung
Eine Zubereitungsanleitung ist dann notwendig, wenn sie für die richtige Verwendung des Produktes erforderlich ist. Bei einem Joghurt ist sie beispielsweise nicht notwendig, wohl aber bei Trockensuppen und -saucen, die erst durch die Zugabe von Flüssigkeit und durch Erhitzen verzehrfertig sind.
Die Zutatenliste
Sie wollen bestimmte Inhaltsstoffe meiden? Dann hilft Ihnen die Zutatenliste weiter. Da es jedoch Fälle gibt, in denen Zutaten nach dem Lebensmittelgesetz nicht auf dieser Liste auftauchen müssen, ist sie nicht unbedingt vollständig. Wenn Sie es also ganz genau wissen wollen, sollten Sie sich direkt an den Hersteller wenden.
Die Zutaten werden immer ihrem Anteil entsprechend aufgeführt: An erster Stelle erscheint das, wovon am meisten im Lebensmittel enthalten ist. Kleiner Tipp: Wenn Sie dem Zuckergehalt auf die Spur kommen wollen, sollten Sie beachten, dass verschiedene Zuckerarten unter unterschiedlichen Bezeichnungen geführt werden, so dass sich die Einzelanteile verringern.
Die Herstellerangabe
Die Herstellerangabe sagt Ihnen, wer das Lebensmittel hergestellt, weiterverarbeitet oder abgepackt hat. Wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben, sind Sie bei der angegebenen Firma an der richtigen Adresse. Wichtig: Über die ursprüngliche Herkunft eines Produktes sagt die Herstellerangabe meistens nichts aus.
Die Nährwertangaben
In den Nährwertangaben finden Sie Infos zu Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett, gegebenenfalls auch über den Vitamin- und Mineralstoffgehalt.
Zusätzlich finden Sie hier die Richtwerte für die Tageszufuhr von Energie und Nährstoffen auf Basis des durchschnittlichen Bedarfs eines gesunden Erwachsenen.
Zu den Nährwerthinweisen
Der EAN-Code
Der Artikel- oder auch EAN-Code (d. h. Europäische Artikel Nummerierung) ermöglicht die maschinelle Einlesung an der Kasse, sofern diese mit einem Scanner ausgerüstet ist. Der Artikel wird über ein Sichtfenster gezogen, wobei der Scanner den Code abliest. So werden Artikel und Preis per Computer erfasst.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum
Die Qualität von Lebensmitteln ist nur für eine bestimmte Zeit gewährleistet, nämlich bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Danach können sich Qualität, Aussehen und Geschmack eines Lebensmittels verändern. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht zu verwechseln mit dem Verbrauchsdatum bei leicht verderblichen Waren! Diese sollten Sie nicht lange lagern und unbedingt bis zum angegebenen Termin verzehren.
Die Aufbewahrungshinweise
Auf vielen Produkten finden sich Hinweise wie "Nach dem Öffnen kühl lagern". In diesen Lebensmitteln sind häufig keine Konservierungsstoffe enthalten. Bitte beachten Sie solche Produkthinweise unbedingt, weil die Lebensmittel sonst schnell verderben.